Spannberg und Hohenau/Hausbrunn treffen aufeinander — zwei Teams, die nach drei Spieltagen mehr erwartet hätten. Spannberg hat drei Punkte, aber -7 Tordifferenz. Hausbrunn hat zwei Punkte aus zwei Remis, wartet noch auf den ersten Saisonsieg. Beide Trainer reden nicht um den heißen Brei herum.
Lukas Eisenecker, Trainer Spannberg, ist mit der eigenen Mannschaft nicht zufrieden — und sagt das auch so: „Ich glaube, wir verkaufen uns unter unserer Qualität. Wir bringen es nicht so auf den Rasen, wie ich mir das vorstelle.“ Die Lockerheit fehle noch, die Freude am Spiel. Im Training versucht er genau das zurückzuholen: Abschlussübungen, Rhythmus finden. Er weiß auch, was ihn wartet: „Die haben jetzt auch nicht so einen Perfektionsstart hingelegt — ich schätze, die werden alles reinhauen, dass sie endlich drei Punkte holen. Deswegen wird das sicher kein einfaches Match.“ Zu den Fans sagt er mit ungewohnter Ehrlichkeit: „Wir haben zurzeit nicht so gespielt, dass man es sich anschauen will.“ Aber er gibt sich trotzdem optimistisch, dass die Anhänger wieder kommen — und wenn sie kommen, dann soll auch er wieder liefern können. „Wenn du nach einem Sieg zu ihnen rennen kannst — ich steh voll auf Emotionen. Wenn du sowas hast, ist das halt saugeil.“
Auf der anderen Seite kommt Emir Basanovic, Trainer von Hohenau/Hausbrunn, mit einem klaren Ziel nach Spannberg: drei Punkte. Die Leistungen seien nicht das Problem, meint er — die Chancen werden herausgespielt, die Effizienz fehlt. „Ich gehe davon aus, dass wir zahlreiche Chancen herausspielen werden und hoffentlich haben wir mal das Spielglück auf unserer Seite — dass wir im richtigen Moment das Tor schießen.“ Eine Sorge hat er: Die Defensive ist verletzungsbedingt instabil, mit Patrick Limage steht ein Stammspieler fraglich. „Jede Partie wird mit einem anderen Verteidiger gespielt — das ist nicht unbedingt vorteilhaft.“ Spannberg unterschätzen will er trotzdem nicht: „Die sind von den Ergebnissen her auch nicht zufrieden und werden sicherlich stärker sein, als die Tabelle bis jetzt zeigt.“
Erwartet werden rund 400 Zuschauer. Beide Teams brauchen die Punkte. Einer wird liefern müssen.