Eine Partie in zwei Hälften. Asparn-Trainer Mario Konrad brachte es nach dem Abpfiff auf den Punkt: „In der zweiten Halbzeit haben wir ein komplett anderes Gesicht gezeigt.“ Das war nötig geworden – weil die erste Hälfte alles andere als plangemäß lief.
Asparn hatte mehr vom Spiel, kombinierte flüssig, ließ den Ball laufen. Erzielt wurde trotzdem auf der anderen Seite: Palkovic traf in der 23. Minute nach dem ersten und einzigen Schuss von Großkrut aufs Tor – 0:1. Asparn hatte davor zwei, drei gute Chancen liegen lassen, dann kostete ein Eigenfehler im Spielaufbau die Führung. Konrad musste dazu früh doppelt wechseln (Verletzungen, Rötzer für Kraupp in der 25., Lisner für Siml in der 36.).
Auf der Gegenseite lieferte Großkrut-Keeper Franz Machaczek eine bemerkenswerte Vorstellung. Der 52-Jährige war kurzfristig eingesprungen – zwei reguläre Alternativen fehlten verletzt – und rettete per Kopfball auf der Linie. Dass Großkrut-Stürmer Deutsch Philipp kurz nach der Pause bei bester Position am Ball vorbeischoss (47.), wäre beinahe das 2:0 gewesen.
Stattdessen: Ausgleich. Lisner, der Einwechselspieler, verwertete in der 48. Minute nach einem Eckball auf der zweiten Stange zum 1:1. Dasselbe Schema in der 64.: wieder ein Standard, wieder Lisner, 2:1. Großkrut-Trainer Peter Schütt war danach ehrlich: „Die Ordnung für die Standardsituationen nicht erhalten – das ist natürlich sehr ärgerlich.“ Zweimal ließen die Gäste die zweite Stange frei, zweimal zahlten sie den Preis. Pipal setzte in der 71. Minute mit dem 3:1 den Schlusspunkt.
Großkrut versuchte in der Schlussphase noch einmal alles – ein Kopfball wurde auf der Linie geklärt – aber die Partie war entschieden. Für Asparn ein verdienter Sieg, und Konrad zog sein Fazit: „Mit der Einstellung und der Mentalität nach der Halbzeit bin ich sehr zufrieden.“