2:1

SG Hohenau / Hausbrunn II vs. SC mapo Marchegg

Austragungsort

Hausbrunn

Datum

12.09.2026

Beginn

19:30

SG Hohenau/Hausbrunn II dreht Partie nach Rückstand – SC Marchegg hält auch zu Zehnt dagegen

Vier Minuten waren gespielt, und die SG Hohenau/Hausbrunn II lag schon zurück. Adam Yilmaz verwertete nach einem Corner – 0:1 für SC Marchegg. Dass es ein wildes Spiel werden würde, deutete sich früh an.

Die Gastgeber hatten kurz davor selbst die Führung auf dem Fuß gehabt und die Stange getroffen. Marchegg-Trainer Michael Grill sah seine Mannschaft in der ersten halben Stunde klar überlegen: „Die ersten 25 Minuten haben wir echt gut gespielt.“ Dann begann sein Team laut eigener Aussage zu diskutieren – mit sich selbst und mit dem Schiedsrichter – und verlor den Faden. Kevin Nemecek nutzte das in der 40. Minute aus, zog aus rund 20 Metern ab und traf ins lange Eck zum 1:1. Grill haderte: „Wir hätten in der ersten Halbzeit 3:1 führen können.“ Kurz vor der Pause schlug Marchegg dann aber noch einmal zu – Durica traf zum 1:2, und die Gäste gingen mit der Führung in die Kabine.

Die zweite Halbzeit folgte demselben Muster. SG Hohenau/Hausbrunn II-Trainer Emir Basanovic sah sein Team – wie gewohnt – nach dem Seitenwechsel zurückschlagen: Ein Eckball, Dominik Schüller per Kopf – 2:2 in der 52. Minute. Kurz darauf die spielentscheidende Szene: Vasko von Marchegg sah in der 59. Minute erst Gelb, dann unmittelbar Gelb-Rot. Beide Trainer beschrieben die Situation als zumindest diskussionswürdig – Basanovic meinte, der Schiedsrichter sei an diesem Abend allgemein überfordert gewesen, auch bei Abseits-Entscheidungen auf beiden Seiten. Grill nahm seinen Spieler aber nicht ganz in Schutz: „Er hat auch schon die ganze Zeit zu viel geredet.“

Mit einem Mann mehr drückte Hohenau/Hausbrunn auf den Sieg. Hron traf in der 80. Minute zum 3:2 – ein Schuss aus dem 16-Meter-Raum, der im kurzen Eck landete. Was folgte, war die nervenaufreibendste Szene des Abends: Keeper Klimes kam in der 88. Minute aus dem Tor, traf den eigenen Spieler Patrick Nemecek, der Ball fiel einem Marchegger vor die Füße – der passte statt zu schießen. „Da hätte eigentlich das 3:3 sein müssen“, so Basanovic.

Am Ende stand ein 3:2-Sieg, der laut dem Trainer nicht unverdient, aber auch nicht ungefährdet war: „Jetzt haben wir ein bisschen Glück auf unserer Seite gehabt. Wobei: Mehr Spielanteile haben wir gehabt.“ Grill zog aus der Niederlage das einzig Positive: „Was dann zu 10 gespielt hat, war besser, als wo wir da komplett waren. Charakter bewiesen – der Geist war bis zum Schluss da.“

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