Michael Grill wollte nach der letzten Niederlage eine Antwort seiner Mannschaft sehen. „Ich habe gesagt, ich will heute auf jeden Fall eine Reaktion. Und diese Reaktion haben sie mir gezeigt.“ Marchegg schlägt Hauskirchen daheim 3:1.
Dabei begann Grill vorsichtig, zum ersten Mal mit einer Fünferkette. Er kannte Hauskirchens Spiel nicht und wollte zunächst sicher stehen. Nach dem 0:1 durch Stefan Perci in der 9. Minute stellte er auf mehr Risiko um, und das ging aus seiner Sicht besser. Nomilner glich in der 26. Minute aus.
Für Hauskirchen war der Ausgleich unnötig. Sektionsleiter Julian Trötzmüller nennt einen Ballverlust in der Offensive als Ursache, danach sei die Mannschaft offen gewesen. Dazu musste Gstaltner in der 33. Minute verletzt raus. In der ersten Halbzeit blieb außerdem ein Elfmeterpfiff für Hauskirchen aus, und Grill gibt das offen zu: „Die hätten eigentlich einen klaren Elfmeter haben müssen.“
In der zweiten Hälfte hatte Hauskirchen mehr vom Spiel, Marchegg setzte Nadelstiche. Grill bewies dabei ein gutes Händchen. Der in der 59. Minute eingewechselte Stroncer holte den Elfmeter heraus, den Nomilner zum 2:1 verwandelte (67.). In der Nachspielzeit traf Stroncer selbst zum 3:1.
Trötzmüller ist nicht sicher, ob das Foul vor dem Elfmeter im Strafraum war. Mehr ärgert ihn aber die eigene Leistung. Hauskirchen hatte Chancen auf das 2:1, Perci hätte sein zweites Tor machen müssen. „Wir haben eine tote Mannschaft am Leben gelassen.“ Nach dem 2:1 kam von Hauskirchen nichts Gefährliches mehr. Laut Trötzmüller war die Mannschaft nicht reif genug, auf einen Plan B umzustellen. Das 3:1 hält er für zu hoch.
Die Einschätzungen gehen auseinander. Trötzmüller sagt, Marchegg sei bis zur 60. Minute nie gefährlich geworden. Grill sieht eine ausgeglichene Partie, in der Marchegg vor der Pause mehr Ballbesitz hatte.
Hauskirchen muss nun vor allem die Verletztenliste kürzer bekommen. Ein Spieler fällt mit einer Brustkorbprellung voraussichtlich länger aus.