Der USV Schrick hat das Derby gegen den USV Gaweinstal am Samstagnachmittag mit 2:0 gewonnen. Beide Tore fielen in den letzten fünf Minuten, beide durch Philipp Jorganovic, der erst in der 80. Minute eingewechselt worden war. 350 Zuschauer sahen das erste Heimspiel des USV Schrick, trotz Regen blieben sie bis zum Schluss.
Für Gaweinstal war es das erste Spiel unter dem neuen Trainer Daniel Glowacki. Schrick-Trainer Alexander Bitter zollte dem Gegner Respekt: Gaweinstal sei kämpferisch und läuferisch stark und vom neuen Trainer gut eingestellt gewesen. Nach vorne sei jedoch wenig gekommen, laut Bitter nur ein Schuss aufs Tor in 90 Minuten.
Seine eigene Mannschaft war in der ersten Halbzeit im letzten Drittel zu ungenau, die Konzentration bei der Ballmitnahme fehlte. Schon in der Anfangsphase hatte Schrick den Ball im Tor, der Treffer wurde aber wegen Abseits aberkannt. Bitter hält die Entscheidung für falsch, sein Spieler sei bei der Ballabgabe deutlich hinter dem Verteidiger gestanden. Mit dem Schiedsrichter war er trotzdem zufrieden, die Leitung sei souverän und unauffällig gewesen.
Nach der Pause bekam Schrick mehr Zugriff, vor allem auf die zweiten Bälle. Es folgten zehn Minuten mit mehreren Chancen, Gaweinstals Tormann hielt zwei-, dreimal stark, andere Schüsse gingen knapp vorbei. Insgesamt kam Schrick laut Bitter auf 13 bis 14 Eckbälle. „Es war nur mehr eine Frage der Zeit“, sagt er.
Das 1:0 fiel in der 85. Minute nach einem Freistoß: Jagseer Gill köpfte an die Latte, Jorganovic staubte ab. Glowacki sieht schon den Pfiff vor dem Freistoß kritisch. Zu seiner aktiven Zeit hätte es für einen solchen Körperkontakt kein Foul gegeben. Danach musste Gaweinstal aufmachen und stellte von Dreier- auf Viererkette um. In der 90. Minute nutzte Jorganovic einen Fehlpass in der Gaweinstaler Abwehr und traf per Heber zum 2:0.
Glowacki sieht trotz der Niederlage Positives: „85 Minuten hat es ganz gut ausgeschaut.“ Fehler bei Abschluss und Ballannahme gehörten dazu. „Auf dem können wir aufbauen“, sagt er. In den nächsten Wochen soll der erste Sieg her. Am kommenden Wochenende empfängt Gaweinstal den SV Bad Pirawarth, jenen Verein, bei dem Glowacki die letzten vier Jahre seiner aktiven Karriere gespielt hat.