Der USC Kronberg hat am Samstagabend bei der SG Hohenau/Hausbrunn || mit 3:1 gewonnen. Die Partie wurde dort entschieden, wo die eine Mannschaft zuletzt gezielt gearbeitet hat und die andere seit Wochen Schwächen zeigt: bei Standardsituationen.
Kronberg-Trainer Felix Wallner begann mit einer neuen Grundordnung, um offensiv etwas anderes zu versuchen. Seine Mannschaft hatte viel Ballbesitz, war aber gegen die tief stehenden Hausherren im Umschaltspiel anfällig. Hohenau/Hausbrunn spielte nach Ballgewinnen sofort lange Bälle auf den Stürmer und kam so zu ersten Chancen. SG-Trainer Emir Basanovic sah seine Mannschaft gut im Spiel und mit einigen guten Situationen.
In Führung ging trotzdem Kronberg. In der 14. Minute köpfte David Duric einen Freistoß von Drago Durcevic an der zweiten Stange ein. Basanovic ärgerte sich über die Verteidigung bei diesem Gegentor. Die Antwort kam aber schnell: Nach Vorarbeit von Patrik Hron traf der 16-jährige Ali Dursun in der 16. Minute zum 1:1. Wallner sah bei diesem Tor einen Konter nach einem eigenen offensiven Einwurf, Basanovic einen schön herausgespielten Angriff.
Danach gehen die Einschätzungen auseinander. Basanovic sieht bis zur Pause ein ausgeglichenes Spiel mit leichtem Chancenplus für seine Mannschaft. Wallner verweist auf einen Stangenschuss und drei, vier Eins-gegen-eins-Situationen seiner Spieler, die alle vergeben wurden. Um Minute 30 stellte er wieder um, um gegen die langen Bälle stabiler zu stehen. Nach der Pause habe sein Team keinen Schuss aufs Tor mehr zugelassen.
In der 65. Minute fiel das 1:2, wieder nach einem Freistoß, wieder durch Duric. Für Wallner ist das die Bestätigung für die Arbeit der vergangenen Wochen. Der Anteil an Standardtoren lag bei seiner Mannschaft zuletzt bei rund zehn Prozent, viel zu wenig aus seiner Sicht. Bei Basanovic klingt es umgekehrt: „Das ist schon länger Thema, und das wird eigentlich nicht besser.“ Die SG musste danach aufmachen und kam zu Chancen. Kronberg hätte jedoch schon früher alles klarmachen können. In der Nachspielzeit (90.+3) traf Kapitän Mark Ibl zum 1:3-Endstand.
Wallner nimmt die drei Punkte mit, er gibt sich aber selbstkritisch. Nach dem Remis gegen den direkten Konkurrenten SC Orth/Donau und dem Sieg gegen den ASV Asparn/Zaya wollte er in Hohenau keine Punkte liegen lassen. Sein Team müsse aber wieder zum eigenen Kombinationsfußball zurückfinden, statt selbst auf lange Bälle zu setzen. Ein Blick auf die Torschützenliste zeigt ihm den Schwachpunkt: Kein Kronberger hat mehr als drei Tore erzielt. Viele verschiedene Torschützen seien nicht schlecht, „aber wenn du Meister werden willst, brauchst du einen Knipser“.