45 Jahre hat es gedauert. 45 Jahre, bis der USV Schrick erstmals in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die 1. Klasse Nord feiern durfte. Für Trainer Alexander Bitter, seit Herbst 2023 auf der Bank, braucht es keine große Einordnung: „Wenn du den ersten Aufstieg in der Vereinsgeschichte nach 45 Jahren feiern kannst, ist das etwas Besonderes und Außergewöhnliches.“
Gefeiert wurde — aber ausgiebig. Jetzt ist die Realität zurück. Drei Neuzugänge hat Schrick geholt, darunter den Wiener Stürmer Philipp, der mit seiner Präsenz im Strafraum eine neue Dimension bringen soll, und den 20-jährigen Ömer Helmar, dessen Passquote in der Vorbereitung laut Bitter bei 90 bis 95 Prozent lag. Die Breite soll stimmen, damit Verletzungen und Gelbsperren den Kader nicht aushöhlen.
Das Saisonziel formuliert Bitter ohne Umschweife: Klassenerhalt. „Von gestern kann man sich nichts kaufen. Wir wollen so schnell wie möglich nichts mit Abstieg zu tun haben.“ Was ihn dabei zuversichtlich stimmt, ist weniger Taktik als Charakter: „Einer für den anderen geht durchs Feuer. Durch den Willen können wir ganz, ganz viel bewegen.“
Kapitän Niklas Maier, Vorstandsmitglied und Kind des Vereins, sieht es ähnlich. Was Schrick besonders macht, erklärt er nicht über Erfolge, sondern über Menschen: Beim Vereinsfest stehen jedes Jahr 50 bis 60 Helfer bereit. Freiwillig. Das sagt viel.
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es zum Saisonstart: Die ersten sieben Heimspiele finden auswärts statt — Tribüne und Flutlicht werden gerade gebaut. Die Fans reisen trotzdem mit. Das war schon immer so in Schrick, und Bitter ist dankbar dafür. „Die sind immer da. Egal wo.“
Das vollständige Video-Interview mit Trainer Alexander Bitter und Kapitän Niklas Maier gibt es in der Bildergalerie.