Zwei Siege. Zwei Trainer. Einer muss verlieren.

Verein

Datum

20.8.2026

Das Topspiel. Kein Favorit.

Zwei Siege, zwei Trainer, eine klare Botschaft: Keiner macht eine Kampfansage. Die lassen sie lieber auf dem Platz sprechen.

Haringsee-Trainer Lukas Kiss will nach dem überzeugenden 4:0-Auftaktsieg gegen Gaweinstal nicht auf der Leistung ausruhen. „Das glaube ich nicht“, sagt er auf die Frage, ob Runde 1 gegen Kronberg reichen würde. „Wir müssen sicher noch was drauflegen. Wir sind generell noch im Aufbau.“ Was er aber klar hat: Daheim soll kein Punkt hergegeben werden. „Das ist unser Platz, unsere Kabine, unsere Fans — da gelten andere Gesetze.“ Eine Kampfansage an Kronberg? Gibt es von ihm keine. „Die Kampfansage gibt es dann auf dem Spielfeld.“

Auf der anderen Seite nimmt Felix Wallner die Warnung ernst. „Wenn du in der Liga jemanden nicht ernst nimmst, hast du ein böses Erwachen.“ Kronberg weiß zudem aus eigener Erfahrung, was in Haringsee möglich ist — letzte Saison fuhr man dort mit einem 0:2 heim. „Das ist etwas, das uns heuer nicht mehr passieren wird“, so Wallner bestimmt.

Bemerkenswert: Der Kronberg-Trainer sieht nicht sich selbst als Titelfavorit, sondern SC Orth/Donau als klare Nummer eins — „stärkster Kader, stärkstes Kollektiv, stärkste Einzelspieler.“ Kronberg selbst kämpft mit Verletzungssorgen. Wallners Ziel für die Hinrunde: sich so positionieren, dass man in der Rückrunde ernsthaft um die ersten drei, vier Plätze mitspielen kann.

Taktisch hat Wallner Haringsees Stärken in Standardsituationen identifiziert — und will sie dort stoppen. Kronbergs eigene Waffe: Ballbesitz und Umschaltsituationen. „Wenn wir einfach bei uns bleiben, glaube ich, dass wir immer eine gute Leistung bringen“, sagt Kiss. Eine Vorhersage traut sich keiner der beiden — und das ist vielleicht die ehrlichste Aussage über dieses Spiel.

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