Titelfavorit? Geissler sieht das anders.

Verein

SC Orth/Donau

Datum

20.8.2026

Markus Geissler — Orth/Donau vor dem Auswärtstest im Hauki Park

Felix Wallner hat SC Orth/Donau als klaren Titelkandidaten Nummer eins bezeichnet — stärkster Kader, stärkstes Kollektiv. Trainer Markus Geissler sieht das anders. Er nennt Asparn, Kronberg und Spannberg als die heißesten Eisen im Titelrennen — Orth will unter die ersten fünf. „Für ganz oben und klaren Titelfavoriten wäre es schön. Ist aber nicht so.“ Dass Wallner mit seiner Aussage auch ein bisschen Druck von sich selbst weggenommen haben könnte, schließt Geissler dabei nicht aus.

Für das Auswärtsspiel am Sonntag im Hauki Park gegen Hauskirchen ist Orth gut vorbereitet — und das hat auch einen besonderen Grund. Geissler selbst kommt aus dem Burgenland und hat durch seinen Schichtdienst oft keine Möglichkeit, Gegner live zu beobachten. Diese Aufgabe übernimmt Johann Harwath, Ehrenpräsident des SC Orth/Donau seit 2016 — und das mit einer Präzision, die Geissler regelmäßig beeindruckt. „Ich habe immer Hand und Fuß mit dem, was er mir sagt. Das ist sehr cool.“ Auch zu Hauskirchen hat Harwath bereits geliefert: Zwei, drei Spieler die Matches entscheiden können, dahinter eine kompakte Defensive.

Dass Hauskirchen als Aufsteiger gleich in Runde 1 auswärts in Asparn gewonnen hat, überrascht Geissler — aber er weiß was ihn erwartet. „Ich erwarte einen ähnlich defensiven Gegner. Das ist legitim, da müssen wir eine Lösung finden.“ Seine Prognose: Sieg — aber mit Demut. „Wenn man auswärts immer einen Punkt holt und daheim ziemlich viel gewinnt, spielt man auch ziemlich weit vorne mit.“ Ein treuer Kern aus Orth-Fans wird auch im Hauki Park dabei sein.

Sein erstes Spiel: Kronberg. Einer der härtesten Auftakte die man sich vorstellen kann. „Die wollen oben mitspielen“, sagt Grill über den Gegner — aber seine Mannschaft habe gehalten. Durch die erste Halbzeit liefen die Marchegg-Spieler das ab, was sie sich vorgenommen hatten. Chancen waren da, wurden nicht genutzt. Dann die zweite Halbzeit: ein abgefälschtes Tor, ein Treffer ins Kreuz — und innerhalb von sieben Minuten drei Gegentreffer. „Dann ist die Partie vorbei gewesen.“ Trotzdem kämpfte Marchegg bis zur Nachspielzeit. „In der Mannschaft steckt sicher noch mehr drinnen.“

Was nach der Partie auffiel: Kronberg-Trainer Felix Wallner lobte Grill und sein Team ausdrücklich — trotz des klaren 3:0. Für einen Trainer der erst eine Woche im Amt war, ist das keine Selbstverständlichkeit.

Gegen Auersthal will Grill nun genau dort anknüpfen, wo Marchegg in der ersten Halbzeit gegen Kronberg stark war: Zweikampfstärke, frühes Stören, Tempo. „Wenn wir das umsetzen, können wir gegen jeden Gegner bestehen.“

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