Der ASV Asparn/Zaya hat am Samstagnachmittag vor 150 Zuschauern mit 3:0 gegen den SC Großengersdorf gewonnen und nach zwei Niederlagen wieder drei Punkte geholt.
Asparn-Trainer Mario Konrad sah seine Mannschaft über 90 Minuten klar vorne. Bereits zur Pause hätte es aus seiner Sicht 2:0 stehen müssen. Es blieb beim 1:0 durch Jan Köppel in der 38. Minute. Nach der Pause verwertete Torhüter David Mrkvica in der 54. Minute einen Elfmeter zum 2:0. Großengersdorf-Trainer Patrick Groher hadert mit diesem Strafstoß: Ein Spannberger, pardon, Asparner Spieler habe sich im Eins-gegen-eins den Ball vorbeigespitzelt, danach habe der eigene Tormann ihm die Beine weggezogen. Elfmeter gegen seine Mannschaft, „so wie fast bei jeder Partie“.
Beim Stand von 0:2 hatte Großengersdorf die Chance zum Anschluss, nach einer Standardsituation köpfte ein Spieler an die Latte. Für Konrad war das die einzige Torchance des Gegners im ganzen Spiel. Danach ging Großengersdorf laut Groher die Luft aus, in der Nachspielzeit (90.+3) traf Alexander Pipal zum 3:0-Endstand.
Konrads einziger Kritikpunkt ist die Chancenverwertung. Er berichtet von mehreren kuriosen Szenen: ein Ball, der an die Stange springt, die Linie entlangläuft und dem Tormann in die Hände rollt, und ein Schuss aus zwei Metern über das Tor. „Das Spiel muss 5:0, wenn nicht sogar höher ausfallen“, sagt er. Geglänzt habe seine Mannschaft nicht, nach zwei Niederlagen sei der Sieg aber notwendig gewesen.
Groher zieht trotz der Niederlage eine positive Bilanz. Asparn sei ein starker, dominanter Gegner gewesen. „Wenn wer besser ist, muss man das anerkennen“, sagt er. Entscheidend sei für ihn der Auftritt: Seine Mannschaft habe mit breiter Brust und gutem Zweikampfverhalten dagegengehalten, nachdem in den vergangenen Wochen vor allem in der zweiten Halbzeit der Wille gefehlt habe. Für Groher ist das ein Schritt in die richtige Richtung.