Früher Doppelpack, dann Rot
ATSV Auersthal ging schnell in Führung. In der 14. Minute verwertete Ömer Ünal eine Vorlage von Simon Pammer, vier Minuten später machte er das 2:0. In der 21. Minute sah Tormann Andreas Pikal Rot. Er hatte etwa 25 Meter vor dem Tor als letzter Mann einen Großengersdorfer Angreifer gefoult. Auersthal-Trainer Esad Palos hat an der Entscheidung nichts auszusetzen: „Das Rot war klar.“ Für Pikal kam Ersatztormann Theo Bertl, Andreas Helm musste dafür vom Platz.
Großengersdorf gleicht aus, Auersthal antwortet sofort
Palos sagt, seine Mannschaft habe nach dem Ausschluss „10 bis maximal 15 Minuten ein Loch gehabt, wo man sich wieder ordnen muss“. In dieser Zeit kam SC Großengersdorf zurück. Nicolae-Alin Imbre verkürzte in der 25. Minute nach einem Stanglpass auf 2:1, Patrick Pöschl glich in der 36. Minute zum 2:2 aus.
Nur eine Minute später führte Auersthal wieder. Ünal nutzte einen Fehler in der Großengersdorfer Abwehr zu seinem dritten Tor. Kurz vor der Pause erhöhte Samuel Noel Murar auf 4:2.
Großengersdorf-Trainer Patrick Groher sieht die erste Halbzeit anders als das Ergebnis. Seine Mannschaft sei auf Augenhöhe gewesen und habe viele Chancen herausgespielt. Brian Brem hatte zwei Freistöße aus rund 20 Metern, beide hielt Ersatztormann Bertl. „Wir haben wirklich wieder billige Tore gekriegt“, sagt Groher.
Nach der Pause ist der Akku leer
In der Kabine nahm sich Großengersdorf vor, das Spiel in Überzahl noch zu drehen. „Irgendwie ist es nach hinten losgegangen“, sagt Groher. Wieder seien lange Bälle über die Viererkette gekommen. In der 49. Minute schickte Paul Urmann Ivan Popovic auf die Reise, Popovic umspielte den Tormann und schob zum 5:2 ein. In der 58. Minute köpfelte Mario Mijic nach einer Kombination über Halil Günay zum 6:2-Endstand ein.
Palos sah die zweite Halbzeit „komplett unter Kontrolle“. Seine Mannschaft sei trotz Unterzahl läuferisch und konditionell besser gewesen. Mit einem Sieg hatte er gerechnet, mit dieser Höhe nicht, schon gar nicht nach dem Ausschluss. Einzelne Spieler wollte er nicht hervorheben. Für ihn hat die Mannschaft als Ganzes gewonnen.
Groher sucht keine Ausrede. Es sei heiß gewesen, aber das habe für beide Teams gegolten. Auersthal habe mit zehn Mann in der zweiten Halbzeit noch zwei Tore geschossen, das nimmt er zur Kenntnis.