Wenn Hausbrunn und Hauskirchen aufeinandertreffen, geht es um mehr als drei Punkte. Beide Teams kommen ungeschlagen in Runde 3 – die Ausgangslage für ein Derby könnte kaum besser sein.
Hausbrunn-Trainer Emir ist mit den bisherigen Ergebnissen nicht restlos zufrieden. Zweimal Unentschieden, dreimal lag das Team im Rückstand und kämpfte sich zurück – das zeugt von Charakter, lässt aber auch Fragen offen. Gegen Hauskirchen kommt für ihn aber noch etwas dazu: Sein erstes Pflichtspiel überhaupt, als 15- oder 16-Jähriger, war ausgerechnet gegen diesen Verein. Auch als Trainer von ESV Rabensburg stand er im Titelrennen auf der anderen Seite. „Ich kenne den Gegner. Ich respektiere ihn. Aber ich will heute drei Punkte“, macht er klar. Ein Matchplan liegt bereit, die Heimmotivation ist hoch – zumal der Sportlerheurige des SG Hausbrunn am selben Wochenende stattfindet und zusätzliches Publikum bringt.
Julian Trötzmüller, Sektionsleiter und Sportmanager des USV Hauskirchen, gibt sich gelassen. Die bisherigen Auftritte seiner Mannschaft haben ihn überzeugt, der Zusammenhalt stimmt. „Wir sind relativ gelassen“, sagt er – was bei einem Derby keine Selbstverständlichkeit ist. Die Rivalität erklärt er einfach: Man kennt sich, die Dörfer liegen nah beieinander, jeder kennt jeden. Dass Hausbrunn noch ungeschlagen ist, registriert er – aber Hauskirchen fokussiert sich auf sich selbst. Trötzmüller erwartet jedenfalls eine hitzige Atmosphäre: Es ist lange her, dass die beiden gegeneinander gespielt haben. Und beide kommen mit Selbstvertrauen.