1:4

SG Hohenau / Hausbrunn II vs. USV Hauskirchen

Austragungsort

Hausbrunn

Datum

29.08.2026

Beginn

20:00

Ein Abend, 3x Zeiner

400 Zuschauer. Für die 1. Klasse Nord ein starker Wert – und die Kulisse passte zum Spiel.

Hauskirchen gewann das Derby bei SG Hohenau/Hausbrunn II mit 4:1, aber das Ergebnis erzählt nicht die ganze Geschichte. Sektionsleiter Julian Trötzmüller gibt zu: Hausbrunn hat mitgespielt.

Hauskirchen startete mit Feuer. Früh gab es eine erste große Möglichkeit – Tormann Klimes konnte parieren. Dann folgten zwei knappe Abseitsentscheidungen gegen die Gäste. Hausbrunn seinerseits traf zweimal die Stange. Doch mitten in diesem offenen Schlagabtausch traf Stefan Zeiner in der 25. Minute eiskalt zum 0:1 – nach einer feinen Kombination durchs Zentrum. „Sichtbar, dass wir aktuell den Lauf haben und das erzwingen“, sagt Trötzmüller. In der 33. Minute legte Zeiner nach: Eine Hereingabe über die Außen, ein Schuss an die Stange – und der Abpraller landete wieder bei Zeiner. 0:2.

Für Hausbrunn war der Abend von Beginn an schwer. Noch vor dem Anpfiff musste ein Spieler auf die Bank – Rückenproblem über Nacht. In der vierten Minute dann der nächste Schlag: Philipp Schüller verrenkte sich im Zweikampf die Kniescheibe. „Da haben wir gleich in der vierten Minute gewechselt“, sagt Trainer Emir Basanovic. Die Mannschaft spielte kurzzeitig mit zehn Mann, bis ein Ersatzmann aufgewärmt war.

Trotzdem: Hausbrunn machte weiter. In der zweiten Halbzeit kam die Mannschaft mit Druck aus der Kabine, Dominik Schüller traf in der 49. Minute zum 1:2 – plötzlich war das Spiel wieder offen. Torwart Benny Steglegger musste kurz darauf einen Eins-gegen-Eins-Abschluss halten. Dann, in der 68. Minute, das 3:1: Kukucka zog an der Sechzehnerlinie nach innen und schoss flach ins lange Eck. Trötzmüller: „Ein absoluter Traum. Der hat beide aussteigen lassen.“ Das 4:1 fiel in der 72. Minute, wieder Zeiner – Hattrick perfekt.

Hausbrunn-Trainer Emir Basanovic zieht trotz 1:4 kein verheerendes Fazit: „Ich bin nicht ganz unzufrieden mit der Leistung. Stellenweise haben wir sehr gut gespielt.“ Aber das Muster kennt er mittlerweile: „Die Tore, die man nicht schießt, kriegt man bekanntermaßen.“ Das Timing der eigenen Gegentore nach Aufbaufehlern habe die Mannschaft jedes Mal aus dem Rhythmus gebracht.

Einigkeit herrschte über die Atmosphäre und den Unparteiischen: Schiedsrichter Serkan Celik wurde von beiden Seiten ausdrücklich gelobt. Trötzmüller nannte das Derby „eines der schönsten“, das er erlebt hat – weil auf beiden Seiten leidenschaftlich gespielt wurde, die Fans da waren, und es am Ende um Fußball ging.

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