SV Haringsee gewann das Heimspiel gegen USC Kronberg 2:0 und steht nach zwei Spieltagen mit sechs Punkten an der Tabellenspitze. Puschina traf in der 34. Minute zur Führung, Nürnberger verwandelte in der 82. Minute einen Elfmeter zum Endstand.
Bis zur ersten Trinkpause war es ein offenes Duell. Kronberg stand aggressiv und ließ Haringsee wenig Raum. Trainer Lukas Kiss sah danach den Wendepunkt: „Ab der Trinkpause bekamen wir die zweiten Bälle und gewannen die Zweikämpfe — da öffneten sich die Räume.“ Puschina nutzte das zum 1:0.
In der 67. Minute sah Haringsees Egger die Rote Karte wegen Torchancenverhinderung. Kronberg konnte das Übergewicht nicht nutzen. Der entscheidende Moment folgte in der 82. Minute: Nürnberger verwandelte einen Elfmeter — eine Szene, die Kronberg-Trainer Felix Wallner als spielentscheidend und zugleich fragwürdig einstuft: „Der Stürmer stand drei Meter im Abseits. Hätte der Linienrichter das gezogen, wäre dieser Elfmeter nie gepfiffen worden.“
Für Wallner war es ein Tag zum Vergessen — und eine beunruhigende Wiederholung: Selbes Stadion, selbe Uhrzeit, selbes Ergebnis wie in der Vorsaison. „Wir waren körperlich anwesend, aber nicht mit dem Kopf. Immer Zweiter bei den Zweikämpfen.“ Dazu kamen massive Personalprobleme: Vier Spieler bekamen Krämpfe, zwei hatten die Woche nicht vollständig trainiert.
Kiss blieb am Boden: „Runde für Runde abhaken und abarbeiten — den Hype um uns nicht zu sehr an uns heranlassen, das ist ganz wichtig.“