Haringsee führt, Schricks Tormann gleicht aus
Haringsee hatte die erste Halbzeit laut Trainer Lukas Kiss „unter Kontrolle“. In der 13. Minute kam ein Angriff über rechts, Jan Richard Lunczer schloss ins linke Eck zum 1:0 ab. Schrick sei nur mit langen Bällen und weiten Abschlägen gefährlich geworden, sagt Kiss. Spielerische Ansätze habe er beim Gegner nicht gesehen. Noah Batinic traf für Haringsee die Stange.
In der 18. Minute bekam Schrick einen Elfmeter, weil Daniel Egger im Strafraum den Ball mit der Hand spielte. Schricks Tormann Günther Arnberger trat selbst an und verwandelte zum 1:1.
Schrick-Trainer Alexander Bitter hatte seine Mannschaft in der ersten Halbzeit bewusst tief stehen lassen. Gegen eine spielstarke und schnelle Mannschaft wie Haringsee wollte er keine Räume in der Tiefe anbieten. Kurz vor der Pause hatte Stefan Mayer die Chance zur Führung, vergab aber. Direkt danach bekam Haringsee einen Eckball, und auch das 2:1 fiel nach einem Corner: Zwei Minuten nach Wiederbeginn köpfte Niklas Maier einen Eckball von Daniel Hasenberger ins eigene Tor.
Die zweite Hälfte gehört Schrick
Nach der Pause ging Schrick aggressiver drauf. „Wir haben mehr Druck gemacht, was uns auch gut gelungen ist“, sagt Bitter. Laut ihm ging Haringsee immer mehr die Kraft aus. Marko Grabovac schoss knapp daneben. In der 79. Minute kam Schrick durch die Mitte, und Stefan Mayer traf zum 2:2.
Kiss sieht den Grund bei seiner eigenen Mannschaft. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns leider an das Spiel angepasst.“ Seine Mannschaft sei hektisch und unkontrolliert geworden, „wir haben das Spiel vom Gegner gespielt und nicht unser eigenes“. Eine eindeutige Erklärung hat er nicht. Vielleicht hätten sich die Spieler nach dem 6:0 der Vorwoche selbst unter Druck gesetzt. Positiv findet Kiss, dass seine Spieler ihre Leistung selbstkritisch sehen: „Sie reflektieren und sind ehrlich zu sich selbst.“
Zwei Blicke auf den Punkt
„Jetzt nach dem Spiel fühlt es sich trotzdem wie eine Niederlage an“, sagt Kiss. Er räumt aber ein, dass Schrick am Ende nach einem Konter auch noch das 3:2 hätte machen können. Für Haringsee, das die obere Tabellenhälfte als Saisonziel hat, ist das Remis ein Dämpfer.
Bitter hält das Ergebnis für fair. Seine Mannschaft habe in der zweiten Halbzeit mehr Chancen gehabt, aber auch Haringsee habe noch Halbchancen gehabt. „Ein gerechtes 2:2, sage ich jetzt einmal.“ Für den Aufsteiger zählt vor allem, dass er mit dem Punkt die Teams hinter sich auf Abstand hält.