Es war das Duell, das viele als Gradmesser sahen — und Auersthal lieferte eine klare Antwort. Nicht durch Glück, sondern durch Matchplan, Disziplin und den richtigen Moment. Kronberg dagegen hatte mehrere hochkarätige Chancen vergeben, ehe das Spiel in der Schlussphase der ersten Halbzeit in wenigen Minuten entschieden wurde.
Pammer traf in der 43. Minute zum 0:1, Ünal legte in der 45. mit dem 0:2 nach. Für Kronberg ein Schlag kurz vor der Pause, von dem sie sich nicht mehr erholten. Ünal erhöhte nach dem Seitenwechsel auf 0:3 (61.), Noel Murar setzte in der 88. Minute den Schlusspunkt.
Auersthal-Trainer Esad Palos brachte seinen Ansatz auf drei Worte: „Ordnung, Disziplin und harte Arbeit. Das ist kein Zufallsprodukt.“ Seinen Spielern sei bereits vor dem Anpfiff klar gewesen, was gebraucht werde: „Der wichtigste Moment war schon vor dem Match in der Kabine. Wir haben gesagt, dass wir zusammenhalten, diszipliniert und mutig spielen — von der ersten bis zur neunzigsten Minute.“
Kronberg-Trainer Felix Wallner akzeptierte die Niederlage, benannte aber die entscheidenden Bruchstellen klar: „Das 2:0 kurz vor der Pause hat der Mannschaft den Glauben geraubt.“ Vorher hätte sein Team hochkarätige Chancen ungenutzt gelassen. Dazu kamen Personalprobleme in der Innenverteidigung: „Dann hast du Pech, keinen guten Tag und einen guten Gegner — und kannst einmal 4:0 verlieren. Leider.“ Selbstkritisch fügte er hinzu, dass ihn auch die Einstellung mancher Spieler beschäftige: „Das Thema ist momentan ein bisschen der Schlendrian von der Einstellung her. Die Grundtugenden müssen wieder auf den Tag gelegt werden.“