Vier Runden, vier Siege, kein Gegentor, zwölf Punkte — Hauskirchen marschiert. Schrick kam mit mehr Ballbesitz, mehr Abschlüssen und 15 Eckbällen ins Waldstadion. Und ging trotzdem leer aus.
Der erste Torschuss sitzt
Bereits in der 6. Minute brachte ein Schrick-Fehler Hauskirchen in Führung. Nach einem Einwurf in der eigenen Hälfte verlor Schrick den Ball, Maxi Hörwein schnappte ihn sich, legte auf Stefan Zeiner ab, Zeiner auf Marek Ondryas — und Ondryas schoss spitzig ins lange Eck: 1:0. Trainer Alexander Bitter fasste es trocken zusammen: „Der Gegner spielt ihn mit dem ersten Kontakt tief, drei Leute von uns fahren vorbei und dann läuft einer ganz allein aufs Tor zu.“
Schrick antwortete mit Ballbesitz — aber nicht mit Toren. Ein Stangenschuss, ein starker Reflex von Tormann Bernhard Steglegger, vergebene Möglichkeiten. In der 38. Minute fiel das 2:0: Filip Kukucka spielte Zeiner tief, Zeiner ließ mit einem Hackentrick einen Gegenspieler aussteigen und traf ins lange Eck. Mit 2:0 ging es in die Kabine — Hauskirchen hatte nur eine Handvoll Chancen gebraucht.
Nach der Pause: Schrick spielt, Hauskirchen steht
Das Bild in Halbzeit zwei war dasselbe. Schrick dominierte den Ball, kam aber nicht zum Abschluss — oder vergab. Bitter benannte das Problem klar: „Uns hat die Risikobereitschaft gefehlt — einmal 1-gegen-1 zu gehen, mit Tempo in den Strafraum zu kommen. Wir haben es immer spielerisch lösen wollen, aber bei einer tiefstehenden Mannschaft sind die Räume nicht da.“ Auch bei ruhenden Bällen: 15 Ecken, kein Tor. „Wenn du aus 15 Eckbällen kein Kapital schlägst, hast du es nicht verdient zu gewinnen.“
Sektionsleiter Julian Trötzmüller von Hauskirchen nannte es beim Namen: ein Arbeitssieg. „Schrick hatte zwar einige Schüsse und viele Standards, wurde aber nur einmal im gesamten Spiel richtig gefährlich. Wir waren an dem Tag sehr effizient — und das war auch nötig.“
Bitter mit selbstkritischem Fazit
Trotz allem wollte Bitter die Leistung seiner Elf nicht komplett schlechtreden. „Es war ein couragierter Auftritt — bis zum letzten Drittel war das wirklich in Ordnung.“ Die Grenze war klar: sobald es ernst wurde, fehlte der letzte Schritt. Sein Ausblick: „Wir werden in den nächsten Wochen im letzten Drittel mutiger sein müssen. Das ist ein Lernprozess.“
Hauskirchen bleibt ungeschlagen, ohne Gegentor, an der Tabellenspitze.