3:0

USC Kronberg vs. SV AUST-Bau Großkrut

Austragungsort

Kronberg

Datum

29.08.2026

Beginn

19:30

Lehrstunde für Großkrut

Es lief nicht gut für Kronberg in den ersten zwanzig Minuten. Großkrut presste hoch, schnürte die Gastgeber ein und kam fünf, sechs Mal zum Abschluss. Nur einmal direkt aufs Tor – Keeper Leon Müller hielt. Trainer Felix Wallner sah das genau so: „Da hat teilweise unsere Ordnung nicht gepasst. Andererseits haben sie es auch sehr gut gemacht, aggressiv gespielt.“ Man habe aber gewusst, dass diese Druckphase kommen würde. „Wir haben gewusst, dass wir sie einfach überstehen müssen.“

Dann kam Minute 8 – und alles drehte sich. David Duric verwertete eine Vorlage von Patrick Bodnar eiskalt zum 1:0. Mit der Führung im Rücken fand Kronberg ins Spiel, überstand die Anfangsphase und kontrollierte das Geschehen zusehends. Den nächsten Treffer gab es noch vor dem Pfiff: Bodnar traf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zum 2:0. Psychologisch entscheidend – und Wallner wusste warum das so wichtig war.

Im Frühjahr hatte Kronberg bei Großkrut zur Halbzeit mit 3:1 geführt. Am Ende stand es 3:3. „Den Fehler wollten wir nicht noch mal machen. Dass wir da einfach gleich wieder viel mehr investieren müssen – und das haben wir gemacht.“

Auf der anderen Seite haderte Großkrut-Trainer Peter Schütt mit den verpassten Möglichkeiten in der Anfangsphase: „Leider haben wir nur einmal direkt aufs Tor geschossen. Ansonsten haben wir zwei, drei Abschlussmöglichkeiten vergeben, die man auch verwerten kann.“ In der zweiten Halbzeit kämpfte sich Großkrut nochmals heran und hatte eine Phase, in der es drückte. „Wenn wir in der Phase das 2:1 machen, machen wir die Partie nochmal auf.“ Es fiel nicht.

Stattdessen traf der eingewechselte Melvin Pieler in der 77. Minute mit einem Distanzschuss ins rechte Eck zum 3:0. Großkrut traf danach noch die Latte – Ergebniskorrektur gab es keine mehr.

Für Wallner war es ein Sieg der Mannschaft, nicht einzelner Spieler: „Ich möchte da nicht wirklich wen herausheben – die Mannschaft war geschlossen stark.“ Das 3:0 gegen einen Titelfavoriten gibt Rückenwind, doch der Trainer bleibt geerdet: „Es hilft nicht, wenn du da gewinnst und dann zurücklehnst. Du musst konstant werden, Woche für Woche.“ Denn die Prüfungen kommen noch: Als nächste Gegner nennt Wallner Auersthal, Orth an der Donau und Asparn/Zaya – „das wird ganz richtungsweisend werden.“

Schütt hingegen findet trotz Niederlage lobende Worte für den Gegner: „Immer bissig, immer drei, vier gleich da, die attackieren. Nach wie vor eine gute Mannschaft.“

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