Es ist ein Muster, das sich durch Schricks Saison zieht: guter Fußball, keine Tore, keine Punkte. In Marchegg war es wieder so. USV Schrick hatte in der Anfangsphase die besseren Chancen — sogar alleine vor dem Tormann — und blieb trotzdem ohne Treffer. Marchegg wartete geduldig, schaltete schnell um und traf in der 20. Minute durch Yilmaz zum 1:0.
Das Muster setzte sich fort. Schrick drückte, vergab, Marchegg konterte. In der 66. Minute erhöhte Nomilner auf 2:0, nachdem Schrick im Zentrum den Ball verlor. Tikvic verkürzte in der 93. Minute nach einer Ablage von Oliver Maier auf 2:1 — zu spät für noch mehr.
Marchegg-Trainer Michael Grill anerkannte die Ausgeglichenheit der Partie: „Es war ein Hin und Her, Schrick hatte auch gute Chancen. Wir hätten den Sack aber früher zumachen können.“
Schrick-Trainer Alexander Bitter fand klare Worte für das Dauerproblem: „Wir spielen keinen schlechten Fußball — aber wir machen die Tore nicht. Das ist der Knackpunkt. Fußball ist Ergebnissport, und ohne Tore gibt es keine Punkte.“ Auch eine nicht gegebene Elfmeterentscheidung kurz vor der Pause ärgerte ihn — eine Hand sei klar 90 Grad vom Körper weggestreckt gewesen. Dennoch stellte er klar: „Wenn wir es schon nicht schaffen, das zu bekommen, müssen wir es eben selbst vor dem Tor machen.“