SV Bad Pirawarth: Neuer Trainer, klare Ziele
Philipp Wildprad ist der neue Mann auf der Trainerbank von SV Bad Pirawarth. Zuletzt war er bei Angern tätig — ein Engagement, das mit dem Abstieg endete. „In Summe war es einfach zu wenig in der Breite des Kaders und in der Qualität“, sagt er. In der zweiten Klasse nach einem Abstieg ist man kein Zugpferd, wenn es darum geht, neue Spieler zu gewinnen. Das Angebot aus Pirawarth kam zur richtigen Zeit — und dass ausgerechnet sein Vorgänger Dolejschek ihn als Nachfolger empfohlen haben soll, spricht für sich.
Sein Ziel für die neue Saison: Platz 1 bis 3. Dass er das nicht als Garantie verkauft, gehört zu seinem Stil. „Da gehört immer ein gewisses Glück dazu — Tagesverfassung, Verletzungen, gesperrte Spieler, Schiedsrichterleistungen.“
Die Vorbereitung läuft — und sie fordert. Fünf Wochen, drei Einheiten pro Woche, dazu die aktuelle Hitze. Wildprad nimmt es pragmatisch: Trinkpausen gehören dazu, und wer schwere Beine meldet, bekommt ein Alternativprogramm. „An der anderen Seite haben sich alle für den Freiluftsport entschieden — das gehört dann einfach dazu.“ Die Mannschaft zieht voll mit, sagt er.
Noch läuft das große Kennenlernen. Jeden Spieler richtig einzuschätzen — Spielauffassung, Stärken, Charakter — braucht Zeit, die in einer Vorbereitung naturgemäß knapp ist. Was er bisher gesehen hat, stimmt ihn aber positiv. Qualitätsspieler seien vorhanden, und die Chemie im Team stimme. Ein gemeinsames Teambuilding beim Padel Tennis hat gezeigt, dass die Truppe zusammenhält. „Es ist eine Harmonie in der Mannschaft drinnen.“ Dennoch bleibt er geerdet: „Die Wahrheit liegt dann am Platz.“