4:0

SC Orth/Donau vs. SV Bad Pirawarth

Austragungsort

Orth/Donau

Datum

15.08.2026

Beginn

19:30

Rote Karte, egal – Orth macht kurzen Prozess.

Orth legt mit einem Kantersieg ins neue Meisterschaftsjahr: Trotz einer Roten Karte in der 53. Minute gewann der Gastgeber deutlich – und hätte nach Meinung beider Trainer noch höher gewinnen können.

Die ersten zehn Minuten gehörten keiner Mannschaft wirklich, danach übernahm Orth das Spiel klar. Bad Pirawarth kam in den Zweikämpfen nicht mit, leistete sich eine hohe Fehlpassquote und konnte den Gastgeber kaum in Bedrängnis bringen. Sabler traf in der 18. Minute zum 1:0, Toth erhöhte kurz vor der Pause auf 2:0 – ein nach Ansicht beider Seiten verdienter Halbzeitstand.

Die zweite Halbzeit wurde von einer kuriosen Szene überschattet: Orth-Spieler Pokorny – der bereits eine gelbe Karte gesehen hatte – lag nach einem Foul mit dem Knie verdreht halb außerhalb der Linie. Pirawarth spielte den Ball fair aus. Pokorny kehrte zurück und beteiligte sich am Spiel – nach Protesten der Pirawarth-Spieler entschied der Schiedsrichter auf No-Goal und gab Pokorny die Gelb-Rote Karte wegen Unsportlichkeit. Geissler schildert die Szene als kurios: Pokorny habe nach dem Foul zwar außerhalb der Linie gelegen, sei dann aber zurückgekehrt und habe den Ball gespielt – wie genau der Schiedsrichter die Situation bewertet hat, blieb auch Geissler unklar. Orth spielte damit die letzten 37 Minuten in Unterzahl.

Was folgte, war trotzdem Orths Stunde: Trainer Geissler stellte defensiv um, fuhr gezielte Konter – und seine Wechselspieler lieferten. Jank traf in der 63. Minute zum 3:0, der eingewechselte Thaller stellte in der 86. Minute auf 4:0. Mehrere der späten Tore gingen direkt auf das Konto der Substituten.

Markus Geissler (Trainer Orth): „Wir haben dann defensiv eingestellt – das können wir ja auch ganz gut. Wir können den Bus vorfahren vor dem Strafraum. Und dann sind wir zwei Konter gefahren und haben 3:0 und 4:0 gemacht, ohne dass der Gegner noch wirklich irgendwelche Chancen gehabt hat.“

Für Bad Pirawarths Trainer Philipp war es eine ernüchternde Generalprobe: „Das war mit Abstand die schlechteste Leistung, die jetzt unter mir gespielt hat.“ Er räumt ein, dass seine Mannschaft an diesem Tag auf allen Linien versagt hat – zu wenige Zweikämpfe gewonnen, zu viele individuelle Fehler. Selbst in der Phase mit Überzahl nach der Roten Karte blieb Pirawarth ohne echte Chancen. Nächste Gelegenheit zur Reaktion: bereits am Freitag.

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