Großengersdorf verliert daheim 2:5 gegen Spannberg und hält nach acht Runden bei sechs Punkten. Trainer Patrick Groher sucht die Schuld weder beim Schiedsrichter noch bei der Personallage. „Wir waren einfach nicht konsequent genug.“
Zur Pause führte Spannberg durch Samuel Deubner (11.) und Marco Schmidt (23.) mit 2:0, laut Groher nach zwei Stellungsfehlern. Zur zweiten Hälfte musste Stammgoalie Todorovic raus, Wagner kam für ihn. Als Ausrede will Groher das nicht gelten lassen: Auch mit dem Einsergoalie hätte man das Spiel verloren.
Robert Tichy verkürzte in der 52. Minute auf 1:2, drei Minuten später sah Deubner Gelb-Rot. Großengersdorf spielte damit fast 40 Minuten in Überzahl und machte nichts daraus. „Eigentlich noch was drauflegen haben wir nicht geschafft“, sagt Groher. Stattdessen trafen Nicolas Pulz (72., 75.) und Lukas Koprna (90+1.). Tichys zweites Tor in der 93. Minute änderte am Ergebnis nichts mehr.
Groher bemängelt, seine Mannschaft sei „nicht einmal in die Box reingekommen“. Ganz so harmlos war sie nicht, Tichy traf immerhin zweimal. Die Überzahl blieb aber ohne Wirkung: Das einzige eigene Tor in dieser Phase fiel erst beim Stand von 1:5.
Gefehlt hat auch der Kapitän. Nach Grohers Eindruck wurde auf dem Platz kaum geredet, und wenn, dann negativ. Ist der Kapitän dabei, werde mehr kommuniziert und positiver gecoacht. Groher selbst ist ein ruhiger Trainer an der Linie, und das soll so bleiben: 90 Minuten hineinzubrüllen gehe meistens nach hinten los.