SK Spannberg holte beim Auftakt in Auersthal drei Punkte – aber auf die harte Tour. Nach einer schwachen Anfangsphase drehten die Gäste das Spiel durch einen Doppelschlag kurz nach der Pause, überstanden 18 Minuten in Unterzahl und retteten den 3:2-Sieg über die Zeit. Für Auersthal war es ein Fehlstart, den Trainer Esad Palos auf drei konkrete Knackpunkte zurückführte.
Schlecht begonnen – aber Spannberg kommt zurück
Auersthal erwischte den besseren Start: Josef Fellner traf in der 11. Minute zur Führung, und Auersthal hatte in dieser Phase klar mehr vom Spiel. Spannbergs Trainer Lukas Eisenecker ließ nach dem Spiel keinen Zweifel daran, wie er die eigene Anfangsphase beurteilte: „ur schlecht ausgespielt, wenn ich ganz ehrlich bin. Aber ich hoffe, dass das nur die Nervosität vom ersten Spieltag war.“ Nach rund 20 Minuten fanden die Gäste ins Spiel. Der entscheidende Moment vor der Pause: Marcel Jass verwandelte in der 39. Minute einen Elfmeter zum 1:1.
Doppelschlag nach der Pause dreht das Spiel
Kurz nach Wiederanpfiff übernahm Spannberg das Kommando. Nicolas Pulz traf in der 51. Minute zum 2:1 – begünstigt durch einen Fehler von Auersthal-Torhüter Andreas Pikal. Nur drei Minuten später erhöhte Samuel Deubner auf 3:1, nachdem Pikal den Ball tief in der eigenen Hälfte beim Dribbling verlor. Trainer Palos benannte die Ursachen klar: „Zwei Eigenfehler und der Elfmeter nicht getroffen – das waren drei Knackpunkte.“ Paul Urmann verkürzte in der 70. Minute noch auf 2:3, mehr war aber nicht mehr drin.
Tonner vom Platz – Spannberg übersteht die Unterzahl
In der 72. Minute sah Philipp Tonner die Gelb-Rote Karte – Spannberg musste die letzten 18 Minuten mit zehn Mann zu Ende spielen. Einen speziellen Plan für solche Situationen hatte Eisenecker nach eigener Aussage nicht. Die Mannschaft warf sich in jeden Schuss und verteidigte mit allem, was sie hatte. Es reichte.
Weiss hält Elfmeter – Momentum-Entscheidung
Der entscheidende Moment in der Schlussphase: Torhüter Maximilian Weiss hielt einen Elfmeter von Halil Günay. Für Eisenecker war das spielentscheidend: „Da ist ihm ein Ruck durchgegangen – so ein Momentum, wo du sagst: Da hauen wir alles hinten rein.“ Auf Auersthaler Seite bestätigte Palos, was der vergebene Elfmeter bedeutete: Zusammen mit den zwei Eigenfehlern des Torhüters war das der dritte Knackpunkt, an dem der Punkt verloren ging.
Ausblick: Spannberg mit Luft nach oben, Auersthal will Punkte holen
Eisenecker zog nach dem Auftaktsieg ein nüchternes Fazit: „Es ist noch viel Luft nach oben. Das Spiel gegen den Ball muss viel besser werden.“ Körperlich sei die Mannschaft fit, jetzt gehe es darum, die Details zu schärfen. Auersthal-Trainer Palos blieb trotz der Niederlage konstruktiv: Chancenverwertung und Torhüterverhalten sind die klaren Baustellen – und für nächste Woche das Ziel: „Und dann wieder drei Punkte, so wie immer.“