Es war ein Abend mit zwei Gesichtern. Die erste Stunde gehörte keinem klaren Sieger — doch in der Schlussphase lief Spannberg zu Höchstform auf und drehte ein Spiel, das lange in der Schwebe hing.
Die erste Hälfte begann dominant aus Spannberger Sicht: mehrere Hochkaräter, ein Pfosten — und trotzdem stand es nach 30 Minuten erst 1:0 durch Jass. Mayr glich in der 44. noch vor der Pause aus, Öller brachte Bad Pirawarth kurz nach Wiederanpfiff sogar in Führung (47.). Spannberg lag hinten.
Was dann folgte, war die eigentliche Geschichte dieses Abends: Deubner egalisierte per Freistoß (58.), verwandelte kurz darauf einen Elfmeter zum 3:2 (74.) — und Jass sowie Pulz machten in der Schlussphase alles klar.
Trainer Lukas Eisenecker war zufrieden, aber auch selbstkritisch: „Die ersten 30 Minuten waren wirklich top. Aber nach dem 1:0 haben wir aufgehört zu spielen — das war der Gamechanger. In der zweiten Halbzeit haben wir dann alles reingeworfen, und die Tore waren super. Die hätte der andere auch nicht gehalten.“
Co-Trainer Manuel Lang (Bad Pirawarth, in Vertretung für den urlaubenden Stammtrainer) sah das Ergebnis als zu hoch an: „Mit der Mannschaft war ich sehr zufrieden — Einsatz, Wille, das war da. Das Ergebnis spiegelt das Spiel nicht wider.“ Den Elfmeter in der 74. Minute wollte er nicht gelten lassen: „Aus meiner Sicht kein Elfmeter. Wenn du in so einer Phase noch einen geschenkt kriegst, wird es schwierig.“